Fotografieren in der Natur bei schlechtem Wetter – Teil 1

Stahlblauer Himmel, klirrende Kälte – schon entsteht vor meinem inneren Auge das perfekte Bild stahlharter
Wolfsaugen, welcher mich warme Atemwolken ausstoßend durch den Sucher meiner Kamera hindurch fast magisch anzuschauen scheint.

Schnell den stets gepackten Fotorucksack eingeladen, etwas heißen Tee und ein Brötchen eingepackt und schon befinde ich mich auf dem Weg Richtung Tierpark Sababurg mit seinem Wolfsgehege, an welchem ich schon seit einigen Jahren zu oftmals mit ein wenig Geduld zu manch beeindruckenden Fotos der Wölfe gekommen bin, ohne gleich die weite Reise zu den Naturfotografenhotspots im Winter, wie beispielsweise dem Nationalpark Bayrischer Wald fahren zu müssen.

Doch schnell macht sich Ernüchterung breit: je weiter ich aus dem sonnenverwöhnten Kassel heraus über Hofgeismar dem Tierpark Sababurg komme, um so mehr verdichten sich die an den Bergen hängenden Wolken und lassen am Tierpark nur noch trübgraues Licht durch die dichten Wolken hindurch. “Das wird schon noch” denke ich bei mir und mache mich auf dem Weg zum Wolfsgehege. Doch Belichtungszeiten von 1/125s und Blende 6,3 bei Iso 1600 lassen bei mir nicht wirklich Freude aufkommen.

Doch 2 Stunden später tut mir die Sonne noch immer nicht den gefallen und läßt mich zu meinem ersehnten Traummotiv kommen und auch weitere Stunden später hat sich daran nichts geändert.

Das man trotzdem bei schlechtem Licht oder an regnerischen Tagen zu tollen Fotos kommen kann und wie man aus einem vermeintlich ins (Regen-) Wasser gefallen Fototag etwas machen kann, erfahrt Ihr in den kommenden Teilen dieses Artikels.

Fotografieren in der Natur bei schlechtem Wetter – Teil 2 + 3 folgen .

PS:
Sicher habt Ihr selbst schon das ein- oder andere Mal diese oder eine ähnliche Situation erlebt – was habt Ihr daraus gemacht?
Wie seid ihr damit umgegangen und was ist an fotografischen Ergebnissen dabei heraus gekommen? Schreibt mir eure Erfahrungen, ich freue mich darauf!