Einen Adventskalender mit Lightroom und Photoshop selber zu machen ist nicht schwer – hier im Beitrag erfährst du, wie das geht!

Mit den Bordmitteln von Adobe Photoshop Lightroom (im folgendem nur noch als Lightroom bezeichnet) und in Kombination mit Adobe Photoshop erstellst du mit wenig Arbeit recht schnell und einfach deinen eigenen Adventskalender. Als Arbeitsmaterial hierzu werden ein Drucker, Druckerpapier (empfohlen ca. 230 gr.) im Format DIN A4 und/oder DIN A3, eine scharfe Rasierklinge oder ein Tapeziermesser, ein Lineal (ideal aus Metall) und ein Klebestift benötigt.

Dein selbstgebastelter Adventskalender lässt die Herzen deiner Lieben höher schlagen

In Lightroom erstellst du dir zunächst eine (Schnell-) sammlung aus 24 Bildern, welche du hinter den Türchen deines Adventskalenders verstecken möchtest. Für das Motiv auf der Vorderseite deines Adventskalenders wählst du im Idealfall ein Foto im Hochformat aus, du kannst es aber auch aus einem Bild im Querformat heraus skalieren.

Im nächsten Schritt erstellst du dir einen Sammlungssatz, welchen du mit „ADVENTSKALENDER“ benennst. Innerhalb des Sammlungssatzes erstellst du dir eine Sammlung, die du beispielsweise mit „Bilderpool Adventskalender 2020“ oder ähnlich benennst. In diesen hinein ziehst du dann per Drag and Drop deine Bilder aus der Schnellauswahl und legst sie hier ab.

Nun wechselst du in das Modul „DRUCKEN“, wo du im linken Palettenbereich über den Button „Seite einrichten“ deinen Drucker auswählst (falls noch nicht geschehen), die gewünschte Größe A4 oder A3 des Kalenders und das Hochformat einstellst.

Im rechten Palletenbereich immer im Modul „DRUCKEN“ wechselst du nun unter der Funktion „LAYOUTSTIL“ auf die Auswahl „Benutzerdefiniertes Paket“ und wählst diese per Mausklick aus. Die Voransicht in der Bildmitte ändert sich nun auf eine millimeterpapierähnliche Ansicht, auf der sich je nach Ausgangslage eventuell schon einige vorhandene schwarzumrandete Felder befinden. Diese klickst du einzeln an und entfernst sie aus dem Blatt, bis dieses leer ist. Unter der Funktion „Bildeinstellungen“ aktivierst du per Klick das Feld „Fotorand“ und wählst eine Breite von1 Pt aus. Alle anderen Felder innerhalb dieser Funktion bleiben deaktiviert.

Nun erstellst du 24 Kästchenfelder, in die dann die Fotos, die hinter den Türchen deines Adventskalenders versteckt werden sollen, in einem späteren Arbeitsschritt abgelegt werden. Dazu klickst du im Feld „Zellen“ der rechten Pallete neben einem der sechs mit der Spitze nach unten gerichteten Dreiecke, dann auf „Bearbeiten“ und gibst hier unter „Benutzerdef. Größe:“ 40 x 40mm für Kalender im Format DIN A3 bzw 25mm für das Format DIN A4 ein. Dies schließt du mit einem Klick auf „Hinzufügen“ ab. Auf dem Milimeterpapier in der Bildmitte wird nun ein erstes, blauumrahmtes Quadrat in dem von dir eingegebenem Format angelegt. Gleichzeitig wechselt die Buttonbeschriftung auf genau dieses Maß, so dass du nun für die Erzeugung der übrigen Kästchenfelder 22x (!) auf den Button klickst, so dass im Hintergrund weitere nebeneinanderliegende Felder erzeugt werden. Das Hauptkästchen, hinter welchem du dann dein schönstes Foto hinter dem Türchen mit der Nummer 24 versteckst, sollte deutlich größer gewählt werden. Ich empfehle hier für einen Adventskalender im Format DIN A3 die „Beutzerdef. Größe:“ auf 100mm x 100mm und für das Format DIN A4 auf 80mm x 80mm zu wählen, was du wie zuvor beschrieben tust.

Die nun erzeugten 24 Kästchen positionierst du durch einzelnes verschieben nach deiner Wahl auf dem gesamten Blatt. Achtung: ein äußerer Rand von ca. 1 cm Breite sollte frei bleiben, da du diesen später mit Kleber bestreichst! Danach ziehst du deine 24 Fotos einzeln aus dem Filmstreifen Bild für Bild mit der Maus auf eines deiner Kästchen, in welche du die Bilder ablegen möchtest und läst es los. So ordnest du jedem ein Motiv zu. Achtung: solltest du dich einmal vertan haben, must du das gesamte Kästchen, also den Rahmen inklusive dem Bild, komplett löschen und nachträglich wieder über die Funktion „Zellen“ hinzufügen! Arbeite also am besten im Filmstreifen Bild für Bild beginnend von ganz links nach rechts!

Nachdem dies erledigt ist und alle 24 Felder mit deinen Lieblingsmotiven versehen sind, klickst du nun mit einem rechten Mausklick auf die zu Beginn dieser Anleitung von dir erstellte Sammlung mit der Bezeichnung „Bilderpool Adventskalender 2020“ oder ähnlich, wählst „Druck erstellen“ aus und speicherst diese quasi ab, indem Lightrom hieraus nun eine Druckausgabe erzeugt, in der das komplette Layout inklusive der von dir positionierten Kästchen und Bilder, abgelegt wird. Hierzu vergibst du eine neuen Namen z. B. „Abventskalender 2020 FINAL“, legst im „Ort“ über die Funktion „innen“, welche aktiviert sein sollte, deinen zu Beginn erstellten Sammlungssatz „ADVENTSKALENDER“ aus, drückst auf den Button „Erstellen“ und Lightroom beginnt diesen Druck nun in dem neuen Ordner „Adventskalender 2020 FINAL“ abzulegen.

Als letzten Schritt in Lightroom wechselst du zur Funktion „Druckauftrag“, wo du unter „Ausgabe:“ per Klick auf die Doppelpfeile von „Drucker“ auf „JPEG-Datei“ umstellst. Die „Druckauflösung“ sollte von dir auf 300 ppi, „Ausdruck schärfen“ auf Standard, „JPEG-Qualität“ auf 100% eingestellt werden. Durch Klick auf den Button „In Datei ausgeben“ exportiert Lightroom nun deinen ersten Teil, das „Innenleben“ als Kalenderrückseite und legt diese in einer JPEG-Datei an einem Ort nach deiner Auswahl ab.

Hiermit ist die Erstellung des ersten Teils des Adventskalenders, also der Kalenderrückseite in Lightroom, abgeschlossen! Du druckst dir die Adventskalenderrückseite aus, exportierst abschließend in Lightroom in höchster Auflösung und unkomprimiert das Kalenderhauptmotiv, also dein späteres Deckblatt, auf dem sich die Türchen befinden werden.

Nun wechselst du zur Erstellung der Kalendervorderseite in das Programm Photoshop!

Die Herstellung der Kalendervorderseite beginnt, indem du  dir eine leere Vorlage entweder im Format DIN A4 oder DIN A3 anlegst. Dann ziehst du dir die zuvor erstellte JPEG-Datei (Achtung: das Format muss identisch sein!) aus deinem Ablageort deiner Auswahl per Drag-and-Drop mitten auf die noch leere Blattfläche in Photoshop und das Programm erstellt hieraus nach Klick auf den Pfeil oben im Menü „Transformieren bestätigen“ oder durch Bestätigung mittels Druck der Eingabetaste eine zusätzliche Ebene, welche genau darüber gelegt wird. In dieser reduzierst du, wenn es dich für die nächsten Schritte der Anlage weiterer Rahmen um die B24 Bilder stört, die Deckkraft auf z. B. 40% dieser neu hinzugefügten Ebene.

Im nächsten Schritt klickst du im linken Randmenü auf das Rahmen-Werkzeug (K), um Platzhalter um die Bilder herum anzulegen. Nun ziehst du mit der Maus um jedes einzelne Bild einen Rahmen mit der Konturstärke von 1 Px. Wenn die Rahmen nicht ganz exakt um die einzelnen Bilder aufgezogen werden, korrigierst du zunächst in den Eigenschaften die Bildbreite und -höhe auf 40mm x 40mm in dem Format DIN A3 bzw.  25mm x 25mm im Format DIN A4. Für den Rahmen mit der späteren Nummer 24 natürlich entsprechend größer auf 100mm x 100mm bzw. 80mm x 80mm. Bei aktiviertem Rahmen verschiebst du die Bilder am Einfachsten über die Pfeiltasten deiner Tastatur, bis sie exakt über den Bildern ausgerichtet sind. Für jeden Rahmen erzeugt Photoshop eine eigene Ebene, so dass du auch nachträglich per Klick auf diese jeden Rahmen aktivieren und bearbeiten kannst!

Sind alle 24 Bilder mit einem Rahmen versehen, fehlen nun noch die Zahlen für deine Türchen. Hierzu aktivierst du über einen Klick auf das „Horizontale Text-Werkzeug“ im linken Randmenü von Photoshop die Funktion zum Eingeben von Texten. Im oberen Menübereich wählst du dir deine bevorzugte Schriftart deiner Wahl aus, wobei ich persönlich für einen Adventskalender die Schriftart „Times New Roman – Regular“ als recht angenehm empfinde. Die Schriftgröße wähle ich in beiden Fällen mit 48 Pt. Du beginnst jetzt jeden Rahmen einzeln (also unsere Kästchen oder auch späteren Türchen) per Mausklick und Eingabe der Zahlen von 1 – 24 mit diesen zu versehen. Auch hier kommt es vor, dass die jeweilige Zahl nicht ganz exakt in der Mitte des Rahmens angelegt wird. Meine Empfehlung ist es daher erst alle Zahlen unregelmäßig über jeden Rahmen bzw. jedes Kästchen anzulegen und zu verteilen. Die Verteilung der Zahlen schließt du Rahmen für Rahmen nach Klick auf den Pfeil oben im Menü „Transformieren bestätigen“ oder durch Bestätigung mittels Druck der Eingabetaste, ab. Ich persönlich empfinde es nämlich als viel einfacher danach im linken Randmenü das „Verschieben-Werkzeug“ einmalig zu aktivieren und die Zahlen danach in einem Durchgang per Klick Ebene für Ebene mittels der Pfeiltasten in die jeweilige Mitte der Rahmen zu schieben.

Ist dies ebenfalls abgeschlossen, blendest du die Ebene der per Drag-and-Drop hinzugefügten JPEG-Datei aus Lightroom wieder aus, so dass im Bild nur noch die 24 Rahmen mit den Zahlen zu sehen sind. Jetzt ziehst du das noch in Lightroom exportierte Kalenderhauptmotiv aus deinem Ablageort deiner Auswahl erneut per Drag-and-Drop mitten auf die noch leere Blattfläche in Photoshop und das Programm erstellt hieraus nach Klick auf den Pfeil oben im Menü „Transformieren bestätigen“ oder durch Bestätigung mittels Druck der Eingabetaste eine zusätzliche Ebene, welche wiederum genau darüber gelegt wird. Solltest du hierzu nicht ein Bild im Hochformat ausgewählt haben, so ziehst du es entsprechend auf, bis es die Arbeitsfläche komplett ausfüllt, bevor du die Transformation abgeschlossen hast.

Die Erstellung der Vorderseite deines Adventskalenders ist nun ebenfalls abgeschlossen und du druckst diese auf deinem Drucker aus. Mit Hilfe eines scharfen Tapeziermesssers oder einer Rasierklinge und einem Lineal schneidest du nun Rahmen für Rahmen möglichst exakt entlang der oberen, unteren horizontalen und jeweils der rechten senkrechten Linie, so dass du es als Türchen nach links aufklappen und somit öffnen könntest. Tip: öffne es nicht komplett, um zu prüfen ob alles funktioniert hat, sondern hebe wenn überhaupt nur ganz leicht mit der Spitze des Tapeziermessers die rechte Randseite an, sonst bildet sich ein dauerhafter und unschöner, abstehender Knick an deinem Kalendertürchen!

Abschließend streichst du etwas Kleber von einem Klebestift schmal entlang der äußeren Ränder der Kalenderrückseite und eventuell auch punktförmig auf die freien Flächen zwischen den Bildmotiven. Jetzt legst du du den fertig vorbereiteten Ausdruck der Kalendervorderseite exakt ausgerichtet auf die darunter liegende Rückseite und drückst die Ränder leicht an. Fertig ist dein eigener Adventskalender!

Ich hoffe, dir hat meine Anleitung gefallen. Wenn du den Adventskalender nicht selbst mit deinen eigenen Motiven gestalten möchtest, sende mir über das nachstehende Formular eine Mitteilung, damit ich dir den Link zum Zugang in meine Dropbox zum Download der kostenfreien, fertigen Vorlagen zum Herunterladen senden kann. Für Lightroom und Photoshop habe ich außerdem Standardvorlagen im Format DIN A4 und DIN A3 erstellt, welche du dir ebenfalls kostenfrei herunterladen kannst. Wenn du magst trage dich in meinen Newsletter ein, so bleibst du immer über Neuigkeiten auf meiner Webseite informiert!


KONTAKT AUFNEHMEN UND DEN LINK FÜR DIE KOSTENFREIEN VORLAGEN UND DATEIEN FÜR DEN ADVENTSKALENDER ZUGESCHICKT ZU BEKOMMEN:


Hier noch die Anleitung als Tutorial auf meinem Youtubekanal:


 

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