Praktikum bei Stephan Rech Fotografie & Video – Fotografenalltag live

Fotograf Stephan Rech sitzt lächelnd mit seiner Kamera auf dem Boden | © Fotograf Kassel Stephan Rech

Immer wieder einmal bekomme ich Anfragen von Schüler:innen, Student:innen oder jungen Menschen, die nach einem Praktikumsplatz oder einem Ausbildungsplatz bei mir fragen. Da ich ein Ein-Mann Betrieb bin, in der ich neben der Kernzeit, in der mein Fotostudio in Kassel geöffnet ist, oft zu sehr unregelmäßigen Arbeitszeiten, häufig auch an Wochenenden oder abends im Kundenauftrag unterwegs bin, habe ich dies bisher immer abgelehnt.

Vor einigen Wochen rief mich Sarah an, die für ein Praktikumsplatz bei mir telefonisch anfragte. Im Gespräch mit ihr äußerte ich meine Bedenken, da Sie neben der Arbeitszeit eventuell auch ein falsches Bild vom Beruf des Fotografen haben könnte. Die eigentliche Zeit nämlich, in der ich wirklich fotografiere, beträgt lediglich ca. 20-30% meiner ganzen Arbeitszeit. Die restliche Zeit verwende ich als Fotograf in Tätigkeiten wie, Akquise, Angebotserstellung & Nachfassung, Kundenkommunikation, Werbung, Buchhaltung und Nachbearbeitung von Kundenaufträgen am Computer etc.

Für Sarah war das kein Problem, wollte sie genau diesen Fotografenalltag einmal live erleben. Und da Sarah einen freiwilliges Praktikum in den Semesterferien bei mir absolvieren wollte, sagte ich ihr erstmalig einen Praktikumsplatz für die letze Woche zu.

Wie es ihr im Praktikum erging, lest ihr nachstehend in Ihrem Praktikumsbericht.

Jungen Menschen im Praktikum einen Einblick in den wirklichen Fotografenalltag geben

In der vergangenen Woche hatte ich die Ehre, ein Praktikum bei Stephan zu absolvieren. Als Student der Freien Kunst an der Kunsthochschule Kassel interessiere ich mich sehr für die Fotografie und suchte für die Zeit der Semesterferien gezielt nach einem Einblick in die Eventfotografie, wobei ich auf Stephans Website stieß. Neben der Eventfotografie bietet er auch Hochzeitsfotografie, Babybauchshootings, Boudoir-Fotografie und weitere fotografische Dienstleistungen an. Sein Tätigkeitsfeld ist daher sehr vielfältig. Ich meldete mich direkt bei ihm, und wir verstanden uns auf Anhieb gut.

Mein Ziel war es, den Arbeitsalltag eines Berufsfotografen kennenzulernen, um eine fundierte Vorstellung von meiner eigenen beruflichen Zukunft zu gewinnen. Besonders beeindruckt hat mich, wie groß der Anteil organisatorischer Aufgaben ist: Die Kundenkommunikation, die Auswahl und Nachbearbeitung der Bilder sowie die administrative Abwicklung (wie das Rechnungswesen). Stephan verfügt über einen hocheffizienten Workflow, der ein strukturiertes und produktives Arbeiten ermöglicht. Ich habe seine Offenheit sehr geschätzt; er ging geduldig auf all meine Fragen ein und gab mir den Raum, Dinge selbst auszuprobieren. Ein besonderes Highlight war der vorletzte Tag, an dem ich selbst in die Rolle des Fotografen schlüpfen und Porträts von Stephan für seine Website erstellen durfte.

Die Woche hat mir einen umfassenden Einblick in die Selbstständigkeit als Berufsfotograf gegeben und mir geholfen, meine eigenen beruflichen Vorstellungen weiterzuentwickeln.

Nochmal vielen Dank!

Viele Grüße,
Sarah

Ob ich noch einmal eine Praktikant:in beschäftigen werde, habe ich für mich noch nicht entschieden. Jungen Menschen die Chance zu geben, reale Einblick in den Beruf geben zu können, finde ich immer sehr wichtig, sind für mich als Einzelperson jedoch nicht leicht darzustellen. Bei Sarah war das für mich schon etwas Besonderes und so sage ich „Danke Sarah, dass du bei mir warst. Es hat mir viel Spaß gemacht und ich wünsche dir neben einem guten Studienverlauf einen zufriedenen und erfolgreichen Lebensweg.“

Hier noch ein paar Fotos, die Sarah im Praktikumsverlauf von mir selbst unter Anleitung fotografiert hat – sind gut geworden, oder?:

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