Im Landkreis Kassel befindet sich inmitten wunderschöner, waldbedeckter Höhenzüge das nordhessische Mittelgebirge Söhre. Im als Söhrewald bekanntem Waldgebiet sind einige geschichtlich interessante Bauruinen vergangener Jahrzehnte zu entdecken.

Nahe des Ortsteiles Wellerode findet sich mitten auf einer Lichtung im Wald ein alter Brückenrest. Der Brückenteil wurde 1939 in wenigen Monaten als Bestandteil der Reichsautobahn 78 gebaut und  wurde als Lager für den Rüstungsbetrieb Junkers aus Kassel genutzt. Recht kurios ist es schon, wenn man unerwartet mitten im Wald auf den Brückenrest stößte, denn wer erwartet dieses inmitten eines grünen Waldes schon?

Besonders schön ist die angenehme und nicht allzuweite Wanderung dorthin, welche vom Sportplatz aus startend an den Fahrenbachteichen und dem gleichnamigen Bach entlang führt.

Im Söhrewald auf Grimm’s Spuren zum Eco Pfad Bergbau

Der Wald der Söhre mit seinen umliegenden Mittelgebirgen und den Mischwaldgebieten, bietet dem Wanderer einiges an Abwechslung. So läuft hier nicht nur der Premiumweg P24 Söhrewald hindurch sondern ebenfalls der bekannte GrimmSteig und der Ars Natura.

Der rund 9,5 km und mit einer Gehzeit von ca. 3 Stunden nicht allzu lange Eco Pfad Bergbau, ermöglicht eine Zeitreise in die Geschichte des Bergbaus in der Söhre. Schon Ende des 18. Jahrhunderts wurde hier Braunkohle gefunden und bis in das Jahr 1967 unter Tage abgebaut. Einige amtliche Hinweise belegen sogar, dass hier bereits schon um 1630 mit Kohle gehandelt wurde.

Entlang des Rundwanderweges von Wellerode aus startend erlebt man hier, was die harte Arbeit der Bergleute an Auswirkungen auf die Landschaft und Natur hatte.

Uranvorkommen im Söhrewald

Im Mittelalter wurde das hier vorkommende, umfangreiche Basalt zum Bau von Festungen oder Stadtmauern benötigt. Bis hoch an die Nordsee wurde in diesen Zeiten das Material transportiert, um hier zur Befestigung von Dämmen eingesetzt zu werden. Sogar ein kleines Uranvorkommen wurde im ehemaligen Tiefenrotstollen im Söhrewald entdeckt, jedoch entschied man sich auf Grund zu geringer Erträge und der mit dem Abbau einhergehenden Schwierigkeiten gegen dessen Abbau.

Und so finden sich wohl noch heute unter mancher Schotterdecke oder Bahnstrecke im Landkreis Kassel das hier abgebaute Basalt.

Stille Täler, schöne Wälder, liebliche Teiche und einiges an Historie sind das, was das Waldgebiet des Söhrewaldes prägen. zunächst vielleicht ein wenig unaufgeregt und eher etwas beschaulich, so gilt es hier doch insgesamt Einiges zu entdecken!

Verlassene Orte im Söhrewald – die Fotogalerie

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WUNDERSCHÖNES-NORDHESSEN CHECK:

FOTOGENITÄT: ATTRAKTIVITÄT: ARCHITEKTUR: WANDERN:
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Weiterführende Informationen:

Webseite Eco Pfad Bergbau in der Söhre

Informationen über den GrimmSteig des Geo-Naturparkes Frau Holle Land

Eintrag im Regiowiki der HNA über den Bergbau in der Söhre

Webseite Premiumweg P24

Webseite ARS NATURA

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